Eine Person in einem karierten Blazer hält schwarze Kopfhörer neben ein schwarzes Mikrofon auf einem Ständer und sitzt an einem kleinen Tisch – ein Bild, das den Moment kurz vor Beginn des Podcasts perfekt einfängt. In der rechten unteren Ecke ist der Schriftzug „MICRO AUDIO SYMPOSIUM“ zu sehen.

Warum ich heute sofort wieder einen Podcast starten würde (auch 2027)

Würde ich heute wieder einen Podcast starten? 3x JA!

Wenn du uns schon etwas länger folgst, dann weißt du: Dagmar ist bei uns der alte Hase im Podcast-Business. Und ich? Nun ja… ich habe Podcasts früher nicht einmal besonders gern gehört.

Mir war das alles zu wenig visuell und viel zu langatmig.

Bis ich irgendwann entdeckt habe, dass Audio auch ganz anders sein kann. Kurz, knackig, persönlich und erstaunlich angenehm zu konsumieren.

Mittlerweile bin ich vom Podcast-Skeptiker zum Audio-Enthusiasten geworden.

Und heute produziere ich nicht nur selbst Audioformate, sondern würde auf die Frage „Würdest Du heute noch einmal einen Podcast starten?“ ohne zu überlegen antworten: Ja. Und noch 3-mal JA!

Nicht nur, weil mir das Podcasten Spaß macht und es für mich in der Erstellung im Vergleich zu vielen anderen Content-Formaten extrem angenehm ist, sondern vor allem, weil ich inzwischen weiß: Der Podcast funktioniert für mein Business.

Und das ist dann doch noch einmal eine ganz andere Hausnummer.

Key Takeaways

  • Ein Podcast kann auch Monate nach der Veröffentlichung einer Episode neue Kunden auf dich aufmerksam machen.
  • Audio schafft eine besondere Nähe und gibt Menschen die Möglichkeit, dich und deine Art kennenzulernen.
  • Du brauchst nicht zwingend riesige Downloadzahlen, damit ein Podcast für dein Business wertvoll ist.
  • Ein Podcast funktioniert besonders gut als Teil eines Content-Systems und nicht als einsame Insel.
  • Blog, Pinterest und Podcast ergänzen sich für mich mittlerweile perfekt als langfristige Marketing-Kanäle.

Podcast als Marketing-Kanal starten: Warum er für mich wirklich funktioniert

Eigentlich war ich gar kein Podcast-Mensch.

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen.

Und heute schreibe ich einen Artikel darüber, warum ich wieder einen Podcast starten würde!?

Vor wenigen Jahren hätte ich dir wahrscheinlich erklärt, warum Podcasts für mich überhaupt nicht funktionieren. Ich fand sie meistens zu langatmig. Wenn jemand zehn Minuten braucht, um überhaupt zum Thema zu kommen, bin ich gedanklich schon längst wieder ausgestiegen.

Dann bekam ich neue Kopfhörer, stolperte über einen Audio-Summit und stellte fest:

Audio ist gar nicht das Problem.

Ich hatte einfach noch nicht die Audioformate gefunden, die zu mir passen. Audioformate, die kurz, prägnant und ohne endloses Vorgeplänkel sind.

Genau daraus entwickelte sich meine heutige Begeisterung für kurze Audio-Inhalte.

Und irgendwann wurde aus dem Hören das Produzieren.

Zuerst das Micro Audio Symposium mit Dagmar.

Dann Pin Bites gemeinsam mit Stefanie.

Und plötzlich war Audio kein Experiment mehr, sondern ein echter Teil meines Marketings.

Podcasten ist für mich ein erstaunlich angenehmer Marketing-Kanal

Natürlich ist auch ein Podcast Arbeit.

Du brauchst Themen, du musst aufnehmen, die Episode muss veröffentlicht werden und Shownotes gehören natürlich auch dazu. Und wenn niemand weiß, dass dein Podcast existiert, hilft dir die schönste Episode wenig.

Ein Podcast ist kein automatischer Reichweitenkanal. Auch dafür brauchst du Marketing.

Aber wenn ich die Erstellung mit anderen Content-Formaten vergleiche, empfinde ich Audio als ausgesprochen angenehm.

  • Ich muss mich nicht vor eine Kamera setzen.
  • Ich brauche keinen perfekten Hintergrund.
  • Ich muss nicht überlegen, ob das Licht passt.
  • Ich muss auch nicht aus einem einzigen Gedanken einen Instagram-Post mit möglichst spektakulärem Hook und sieben Slides machen.
  • Ich kann mich hinsetzen und über ein Thema sprechen.

Natürlich bereite ich meine Episoden vor und natürlich überlege ich mir, was ich sagen möchte. Aber trotzdem fühlt sich die Erstellung für mich unmittelbar an: Gedanke, Mikrofon, Aufnahme.

Und das liegt mir. Denn ich mag es, wenn Marketing nicht nur simpel ist, sondern sich auch gut anfühlt.

Ein Podcast schafft eine andere Art von Nähe

Es gibt aber noch etwas, das ich an Audio mittlerweile sehr schätze:

Die Stimme macht etwas mit einem Inhalt.

Du kannst einen Blogartikel von mir lesen und bekommst einen Eindruck davon, wie ich denke. Wenn du mir aber zehn Minuten lang zuhörst, bekommst du noch etwas anderes mit:

  • Wie ich etwas sage (ich muss dir nicht erzählen, dass ich Österreicherin bin, sondern du hörst es).
  • Worüber ich lache.
  • Wo ich mich ärgere.
  • Was ich besonders wichtig finde.
  • Wie schnell oder langsam ich spreche.
  • Welche Dinge mir ganz offensichtlich am Herzen liegen.

Genau deshalb empfinde ich einen Podcast als sehr intimes Medium. Du hörst mir vielleicht beim Autofahren zu, oder beim Spazierengehen, oder beim Kochen, oder im Zug.

Ich bin für ein paar Minuten über deine Kopfhörer direkt in deinem Alltag. Und das ist etwas völlig anderes, als wenn du im Vorbeiscrollen einen Post von mir siehst.

Genau diese Nähe ist für (m)ein Business interessant! Denn Menschen kaufen nicht nur Expertise.

Gerade bei Dienstleistungen wollen sie auch wissen: Will ich mit dieser Person arbeiten?

Bei Audio bekommst du darauf ziemlich schnell eine Antwort.

Und dann kam der Beweis: Der Podcast bringt uns Kunden

Bis hierher könnte man sagen: Schön, Barbara. Du magst deinen Podcast. Freut uns für Dich. Aber bringt das auch etwas?

Genau diese Frage ist ja entscheidend, denn ich betreibe den Podcast nicht ausschließlich als Hobby. Pin Bites ist Teil unseres Marketings.

Stefanie und ich haben am Valentinstag 2026 unsere erste Episode veröffentlicht.

Einige Monate später erzählte uns eine Kundin, dass sie uns über den Podcast gefunden hat!

Und das war für mich bereits ein ziemlich großartiger Moment. Denn plötzlich gab es nicht mehr nur Downloads, Statistiken und irgendeine Zahl im Podcast-Backend.

Da war plötzlich ein echter Mensch. Eine Kundin, die uns über den Podcast entdeckt hat und darum bei uns gebucht hat. Und dann passierte es gleich noch einmal.

Eine Podcast-Episode bringt eine konkrete Anfrage

Gestern bekam ich eine Nachricht von einem potenziellen Neukunden.

Er schrieb ganz konkret, dass er mich wegen unserer Podcast-Episode über ChatGPT und Pinterest kontaktiert.

WAHNSINN, oder? Ich finde das großartig!

Denn genau hier zeigt sich für mich, was Content-Marketing eigentlich leisten soll.

Jemand hat eine konkrete Frage oder interessiert sich für ein bestimmtes Thema.

Er entdeckt dazu einen Inhalt von dir.

Er hört dir zu.

Er bekommt einen Eindruck von deinem Wissen und deiner Art.

Und irgendwann entscheidet er:

Mit dieser Person möchte ich sprechen. Und dann kommt er auf dich zu und weiß sogar noch sehr genau, welcher Inhalt der Auslöser für den Kontakt war.

Natürlich führt nicht jede Podcast-Episode direkt zu einer Anfrage, das wäre eine ziemlich gewagte Erwartung.

Auch Dagmar beschreibt aus ihrer langjährigen Podcast-Erfahrung, dass sich der Zusammenhang zwischen Podcast und Umsatz häufig nicht direkt einer einzelnen Episode zuordnen lässt.

Umso spannender finde ich es, wenn genau das doch passiert. Es war eine konkrete Episode, die zum Erstkontakt geführt hat (für den Kunden war es dann ja streng genommen auch nicht der Erstkontakt, sondern nur für mich).

Mehr Beweis brauche ich eigentlich nicht, dass dieser Marketing-Kanal für mich funktioniert.

Ein Podcast muss keine riesigen Zahlen liefern, um erfolgreich zu sein

Vielleicht ist einer der größten Denkfehler rund um Podcasts, dass wir nur auf Downloadzahlen schauen.

  • Wie viele Hörer habe ich?
  • Wie viele Abonnenten?
  • Wie viele Streams?

Natürlich sind diese Zahlen nicht unwichtig.

Aber was ist für ein Business wertvoller?

10.000 Menschen hören eine Episode und tun danach gar nichts.

Oder 200 Menschen hören sie und drei davon gehören exakt zu deiner Zielgruppe, erinnern sich an dich und werden später Kunden?

Also, ich weiß, was ich nehme. 😉

Ein Business-Podcast braucht nicht zwangsläufig Massenreichweite. Er braucht nur die richtigen Hörer.

Das eigentlich Spannende: Die Episode arbeitet weiter

Und damit kommen wir zu dem Punkt, der mich besonders begeistert.

Der Podcast ist kein Content, der am Tag der Veröffentlichung sein kurzes Leben führt und danach langsam im Nirwana verschwindet. (Darum liebe ich ja auch Pinterest so!)

Eine Episode bleibt bestehen und kann Wochen später gehört werden, unter Umständen sogar Jahre später.

Jemand kann heute auf deinen Podcast stoßen und sich durch Episoden hören, die du vor einem halben Jahr aufgenommen hast.

Genau deshalb gefällt mir das Format so gut! Ich investiere einmal Zeit in einen guten Inhalt und dieser Inhalt kann langfristig weiterarbeiten.

Natürlich muss dein Podcast dafür auffindbar sein. Gute Titel, klare Themen und Podcast-SEO helfen dabei.

Und natürlich darfst du nicht erwarten, dass Menschen deinen Podcast von allein entdecken. Wir haben dazu bereits ausführlich gesammelt, wie du mehr Hörer für deinen Podcast bekommst.

Aber eine gute Episode hat eine Lebensdauer, die weit über den Veröffentlichungstag hinausgeht.

Und das liebe ich.

Blog, Pinterest und Podcast: Mein langfristiges Content-Trio

Ich liebe langfristiges Marketing. Genau deshalb passt der Podcast mittlerweile so gut in meinen Marketing-Mix.

Ich arbeite seit vielen Jahren mit Blogs und natürlich mit Pinterest.

Beide Kanäle haben einen großen Vorteil:

Gute Inhalte können langfristig gefunden werden.

Ein Blogartikel, den ich vor zwei Jahren geschrieben habe, kann heute noch einen neuen Besucher auf meine Website bringen.

Ein Pinterest-Pin kann auch lange nach seiner Veröffentlichung noch ausgespielt werden und Menschen auf einen Inhalt aufmerksam machen.

Und jetzt kommt der Podcast dazu.

Für mich übernehmen diese drei Kanäle unterschiedliche Aufgaben.

#1 Der Blog zeigt meine Expertise

Hier kann ich ein Thema detailliert erklären.

Ich kann Beispiele einbauen, verlinken, strukturieren und Informationen so aufbereiten, dass Leser schnell genau das finden, was sie brauchen.

#2 Pinterest bringt neue Menschen zu meinen Inhalten

Pinterest funktioniert für mich als Such- und Empfehlungsplattform. Menschen müssen mich noch nicht kennen. Sie suchen nach einer Lösung, stoßen auf einen meiner Inhalte und kommen dadurch auf meine Website.

Werbeanzeigen sind auf Pinterest darüber hinaus auch noch wesentlich günstiger als auf Meta.

#3 Der Podcast schafft Vertrauen

Und dann hören sie mich.

Sie hören nicht nur, was ich sage, sondern sie hören MICH.

  • Meine Stimme.
  • Meine Sichtweise.
  • Meine Art, Dinge zu erklären.

Für mich ergibt sich daraus ein ziemlich starkes Zusammenspiel:

Pinterest bringt Menschen zu meinen Inhalten.
Der Blog zeigt meine Expertise.
Der Podcast lässt sie mich kennenlernen.

Und genau darum betrachte ich den Podcast heute nicht mehr als nettes Zusatzprojekt.

Er ist mittlerweile Teil meines Content-Systems. Ich schreibe einen Blogartikel, wir nehmen dazu eine Podcast-Episode auf und die Episode wird dann wieder in den Blogartikel eingebettet. Und selbstverständlich wird alles auf Pinterest gepinnt.

Trotzdem: Nicht jedes Business braucht einen Podcast

Jetzt kommt allerdings das große Aber.

Nur weil ich gerade so begeistert bin, bedeutet das nicht, dass jeder jetzt sofort einen Podcast starten muss. Ein Podcast ist kein Pflichtprogramm im Online-Marketing.

Wenn du Audio nicht magst, dich jedes Mal zur Aufnahme zwingen musst und schon beim Gedanken daran schlechte Laune bekommst, gibt es wahrscheinlich bessere Kanäle für dich.

Auch sehr visuelle Themen funktionieren nicht immer ideal über Audio. Wenn du ständig zeigen musst, wo jemand klicken soll oder wie etwas aussieht, wirst du zusätzliche Formate brauchen.

Und auch ein Podcast braucht Durchhaltevermögen. Du veröffentlichst nicht drei Episoden und am vierten Tag stehen automatisch fünf Neukunden vor der Tür.

Ein Podcast ist ein langfristiger Marketing-Kanal.

Genau deshalb lohnt es sich, vorher zu überlegen, ob das Format tatsächlich zu dir, deinen Themen und deiner Zielgruppe passt.

Du kannst außerdem klein anfangen.

Du musst dich nicht sofort auf einen Podcast für die nächsten zehn Jahre verpflichten.

Eine Mini-Serie, eine Staffel oder ein begrenztes Audio-Projekt kann ein hervorragender Einstieg sein. Genau so habe auch ich meinen Weg zu Audio gefunden.

Würde ich heute wieder einen Podcast starten?

Also noch einmal zurück zur Ausgangsfrage.

Würde ich mit meinem heutigen Wissen wieder einen Podcast starten?

JA!

Und noch 3-mal JA.

Nicht, weil Podcasts gerade modern sind, oder weil irgendwer behauptet, dass du jetzt unbedingt auch einen brauchst.

Und auch nicht nur, weil ich Audio inzwischen wirklich gern mag (und mir das Gemeinsame des Podcasts nebenbei auch großen Spaß macht).

Sondern weil ich erlebt habe, dass ein Podcast genau das tun kann, was ich von gutem Marketing erwarte:

  • Er bringt die richtigen Menschen mit mir und meiner Expertise in Kontakt.
  • Er schafft Vertrauen.
  • Und er arbeitet langfristig.

Vor einiger Zeit hätte ich nicht gedacht, dass ich das einmal schreiben würde.

Heute habe ich neben Blog und Pinterest einen dritten Marketing-Kanal, bei dem Inhalte nicht nach 24 Stunden verschwinden.

Und das Beste daran? Ich mache ihn auch noch gern. Besser kann es eigentlich nicht sein, oder?

Fazit: Dein Podcast muss nicht lauter sein, um zu wirken

Online-Marketing wird gefühlt immer lauter. Noch mehr Video werden veröffentlicht, noch kürzere Clips mit noch auffälligeren Hooks online gestellt.

Ein Podcast funktioniert anders. Jemand entscheidet sich bewusst dafür, dir zuzuhören.

Vielleicht sind es nur zehn Minuten, aber diese zehn Minuten gehören dir.

Und wenn diese Person Monate später noch weiß, wer du bist, deine Episode an eine Kollegin weiterempfiehlt oder dir schreibt, weil sie mit dir arbeiten möchte, dann hat der Podcast genau das getan, was er sollte.

Er hat nicht nur Reichweite geschaffen, sondern er hat auch eine wertvolle Beziehung aufgebaut.

Und genau deshalb würde ich heute wieder einen Podcast starten. Sofort!

Du überlegst, einen Podcast zu starten?

Dann ist Dagmars Podcast-Starter-Audiokurs ein guter nächster Schritt.

Er hilft dir, dein erstes Audioformat zu planen, ohne dass du dich sofort auf einen großen, langfristigen Podcast festlegen musst.

Gerade wenn du erst einmal testen möchtest, ob Audio zu dir, deinem Business und deiner Zielgruppe passt, ist ein klarer Einstieg oft der beste Weg.

Hol dir hier Dagmars Podcast-Starter-Audiokurs.

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